Samsungs Chromebook im Test: Mit dem Kopf in der Cloud

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Samsung legt mit dem XE500C21 (3G) ein astreines Chromebook vor. Zu dem Konzept dahinter, das von Google stammt, ist vielleicht zunächst ein kleiner Exkurs fällig: Ein Chromebook ist ein Netbook, das diese Bezeichnung auf die Spitze treibt, denn alle Daten befinden sich immer im Netz, weshalb man auch immer mit selbigem verbunden sein muss.

Als unsichtbares Betriebssystem dient ein Linux-Derivat, dass sich hinter Googles Chrome-Browser versteckt. Eigene Dateien wie Emails, Textdokumente, Bilder usw. speichert man nicht wie am klassischen Note- oder Netbook auf einem lokalen Ordner sondern in der Cloud, wie das Buzzword derzeit heißt. Auch die Anwendungen laufen nicht mehr lokal, man greift stattdessen auf Web-Dienste wie Google Docs (oder Microsofts Office Web Apps) zurück. Soziale Netzwerke sind sowieso reine Online-Welten, und Googles Mail-Dienst war schon immer im Browser zu Hause. Was fehlt, kann in Googles Web Store dazugekauft werden. Dennoch soll das Chromebook alles bieten, was auch ein Netbook draufhat. Voraussetzung: verfügbares WLAN oder SIM-Karte samt Datenflat. Samsung stellt mit seinem XE500C21-A03DE also nur die Hardware, die den Zugang ermöglicht, sozusagen das Portal zur schönen neuen Online-Welt.

Zum Always-On-Konzept zählt auch, dass sich das Chromebook nicht in klassischem Sinne herunter fahren lässt, also nie ganz aus ist. Zwar kann man sich über den oben rechts verbauten Tastenknopf abmelden bzw. das Gerät herunterfahren und so mit offenem Display stehen lassen. Schließt man das Display jedoch, fährt sich das Gerät beim nächsten öffnen automatisch wieder hoch und ist, dank entsprechendem Speichermedium SSD auch (fast) sofort einsatzbereit.

Sicher werden bei dem Konzept dem ein oder anderem Parallelen zu Apples iOS auffallen. Hier wie dort bindet der Hersteller seine Kunden an ein von ihm vorausgewähltes Set an erlaubten Wegen und schränkt auf der anderen Seite sogleich die Möglichkeiten ein, die der Nutzer hat. Beispiel: Man kann zwar USB-Sticks anbinden und theoretisch so Filme wiedergeben – doch wenn Chrome den Codec nicht mitbringt, gibt es statt Film eine Fehlermeldung. Allerdings ist es natürlich gut möglich, dass Google die Fähigkeiten von Chrome OS mit zukünftigen Updates noch nachträglich aufbohrt.

Samsung geht beim Design seines Chromebook klassische Wege, denn das Gerät sieht nach einem Netbook aus, wenn auch einem sehr flachen. Bei unserem Testgerät war der Deckel glatt und hochglänzend weiß, im deutschen Handel wird das Chromebook jedoch nur mit einem schwarzem Deckel (silver titan Design) erhältlich sein. Neben dem Samsung-Schriftzug ziert auch Googles rundes Chrome-Logo den Deckel. Das Chromebook lässt sich also sofort als solches erkennen. Dennoch muss man nicht gleich den Vorschlägen der Google-eigenen Demo-Labs nacheifern.

Nach dem Öffnen des Deckels wird man von einem schlichten, einfach gehaltenen „Innenraum“ begrüßt. Dabei bilden die Innenseiten des Chromebooks einen schönen Kontrast zum Weiß der Außenseite, denn hier ist das Netbook komplett in einem matten schwarz gehalten. Einzig der Rahmen des Displays und der Tastaturuntergrund sind hochglänzend schwarz.

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