AMDs A8-3850 im Test: Llano mischt die Einsteigerklasse auf

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AMD A8-3850: Llano debütiert auf dem Desktop:

Heute stellt AMD zwar seine Llano-APUs für den Desktop vor, im Mobilbereich hat man sie aber schon vor einigen Wochen in den Markt entlassen. Da die Architektur komplett identisch ist, wollen wir uns hier nicht wiederholen und unseren Lesern stattdessen empfehlen, sich unseren Artikel Nächster Halt, Llano! AMDs A8-3500M APU stellt sich dem Test anzuschauen, in dem wir uns bereits ausführlich mit der Llano-Technik beschäftigt haben.

Damit können wir uns auf das konzentrieren, was auf dem Desktop zählt. Was bringt AMDs Llano-Plattform für den Desktop mit dem Codenamen Lynx? Wie sehen Grafik- und CPU-Performance aus? Was darf man von Dual Graphics erwarten? Wie schneidet Llano im Vergleich mit einem ähnlich teuren Sandy-Bridge-Modell plus Grafikkarte ab? Wie wichtig ist der Speicherdurchsatz für die Spiele-Performance mit der integrierten Grafikeinheit? Wie gut ist der USB-3.0-Controller, den AMD in seinen neuen Chipsatz einbaut? All diese Fragen werden wir im Laufe dieses Artikels beantworten.

Doch zuerst wollen wir uns anschauen, was AMDs erste Llano-APUs für den Desktop eigentlich ausmacht.

Llano: Die APU in Zeiten der Finanzkrise

Zum Launch bringt AMD vier Desktop-Modelle der A-Serie auf den Markt, die anhand ihrer Performance in die beiden Reihen A6 und A8 eingeordnet werden. Jede Reihe enthält aktuell zwei Modelle. Das Llano-Flaggschiff ist der A8-3850 mit 100 Watt TDP, dessen vier Kerne je 1 MB L2-Cache besitzen und mit 2,9 GHz laufen. Außerdem steckt in ihm noch eine integrierte Radeon HD 6550D. Bei diesem Modell ist Turbo Core NICHT dabei. Wem die 2,9 GHz nicht reichen, der muss von Hand übertakten. Doch dazu gleich mehr. AMD nennt für dieses Modell übrigens eine Preisempfehlung von 135 Dollar.

Auch der A6-3650 soll maximal 100 Watt aufnehmen, obwohl in ihm „nur“ die kleinere Radeon HD 6530D steckt und er mit einer niedrigeren Taktrate von 2,6 GHz läuft. Auch hier gibt es kein Turbo Core. Ansonsten ist alles gleich: Vier Kerne mit je 1 MB L2-Cache und Unterstützung für Speicher bis DDR3-1866, wie bei allen anderen Modellen. Diese Variante soll 115 Dollar kosten.

Modell GPU TDP Kerne CPU Takt (normal) Max. Turbo L2-Cache Shader GPU-Takt Turbo Core
A8-3850 HD 6550D 100 W 4 2,9 GHz 4 MB 400 600 MHz nein
A8-3800 HD 6550D 65 W 4 2,4 GHz 2,7 GHz 4 MB 400 600 MHz ja
A6-3650 HD 6530D 100 W 4 2,6 GHz 4 MB 320 443 MHz nein
A6-3600 HD 6530D 65 W 4 2,1 GHz 2,4 GHz 4 MB 320 443 MHz ja

Interessanterweise muss man nicht auf viel verzichten, wenn man sich stattdessen für ein Modell mit einer TDP von 65 Watt entscheidet. AMDs A8-3800 beinhaltet ebenfalls die durchaus brauchbare Radeon HD 6550D, vier CPU-Kerne mit Stars-Architektur und insgesamt 4 MB L2-Cache. Allerdings liegt der Kerntakt mit 2,4 GHz deutlich niedriger. Um das auszugleichen, verfügt dieses Modell über Turbo Core und kann so den Takt auf 2,7 GHz anheben, wenn die Temperaturentwicklung es erlaubt. Leider hat uns AMD kein Modell mit Turbo Core zur Verfügung gestellt, weshalb wir nicht einschätzen können, wie gut diese Technik bei der neuen APU funktioniert und wie oft der Mechanismus greift.

Bleibt noch der A6-3600, der ebenfalls als 65-Watt-Modell klassifiziert ist. Hier setzt AMD dann doch den Rotstift an und reduziert nicht nur den Kerntakt auf 2,1 GHz im Normalfall und 2,4 GHz mit Turbo Core, sondern integriert auch nur die schwächere Radeon HD 6530D. Es bleibt aber bei den vier Kernen mit je 1 MB L2-Cache.

Und was unterscheidet nun eigentlich eine Radeon HD 6550D von der Radeon HD 6530D? Im Grunde genommen nur eine SIMD-Einheit.

Einordnung der Grafikprozessoren Radeon HD 6550D (A8-Serie APUs) Radeon HD 6530D (A6-Serie APUs)
Shader Cores 400 320
SIMDs 5 4
Textureinheiten 20 16
Render Back-Ends 2 2
Z/Stencil ROPs 32 32
Color ROPs 8 8
GPU-Takt 600 MHz 443 MHz
maximale Rechenleistung 480 GFLOPS 284 GFLOPS

Schaut man sich das Blockdiagramm der Llano-GPU an, kann man gut erkennen, wie AMD die beiden Serien von einander absetzt. Jeder SIMD-Block beinhaltet 80 ALUs und verfügt über vier Textureinheiten. Klemmt man einen SIMD-Block ab, bekommt man eine Radeon HD 6530D mit 320 Shader-Kernen und 16 Textureinheiten.

Ein kleiner Launch schrumpft weiter

Das Desktop-Portfolio der Llano-Familie war mit vier geplanten Modellen von vornherein nicht gerade üppig. Kurz vor der Veröffentlichung dieses Texts informierte uns AMD aber noch, dass die 65-Watt-Modelle A8-3800 und A6-3600 vorerst nicht verfügbar sein werden. Somit schrumpft die neuen Familie auf nur zwei aktive Mitglieder zusammen, nämlich die beiden 100-Watt-Varianten A8-3850 und A6-3650. Daher werden wir die Turbo-Core-Funktion der beiden „kleineren“ Modelle erst später testen können. Ein genaueres Datum blieb AMD in seiner kurzfristigen Ankündigung übrigens schuldig.  

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