Monat: Juni 2011

AMD A8-3850: Llano debütiert auf dem Desktop:

Heute stellt AMD zwar seine Llano-APUs für den Desktop vor, im Mobilbereich hat man sie aber schon vor einigen Wochen in den Markt entlassen. Da die Architektur komplett identisch ist, wollen wir uns hier nicht wiederholen und unseren Lesern stattdessen empfehlen, sich unseren Artikel Nächster Halt, Llano! AMDs A8-3500M APU stellt sich dem Test anzuschauen, in dem wir uns bereits ausführlich mit der Llano-Technik beschäftigt haben.

Damit können wir uns auf das konzentrieren, was auf dem Desktop zählt. Was bringt AMDs Llano-Plattform für den Desktop mit dem Codenamen Lynx? Wie sehen Grafik- und CPU-Performance aus? Was darf man von Dual Graphics erwarten? Wie schneidet Llano im Vergleich mit einem ähnlich teuren Sandy-Bridge-Modell plus Grafikkarte ab? Wie wichtig ist der Speicherdurchsatz für die Spiele-Performance mit der integrierten Grafikeinheit? Wie gut ist der USB-3.0-Controller, den AMD in seinen neuen Chipsatz einbaut? All diese Fragen werden wir im Laufe dieses Artikels beantworten.

Doch zuerst wollen wir uns anschauen, was AMDs erste Llano-APUs für den Desktop eigentlich ausmacht.

Llano: Die APU in Zeiten der Finanzkrise

Zum Launch bringt AMD vier Desktop-Modelle der A-Serie auf den Markt, die anhand ihrer Performance in die beiden Reihen A6 und A8 eingeordnet werden. Jede Reihe enthält aktuell zwei Modelle. Das Llano-Flaggschiff ist der A8-3850 mit 100 Watt TDP, dessen vier Kerne je 1 MB L2-Cache besitzen und mit 2,9 GHz laufen. Außerdem steckt in ihm noch eine integrierte Radeon HD 6550D. Bei diesem Modell ist Turbo Core NICHT dabei. Wem die 2,9 GHz nicht reichen, der muss von Hand übertakten. Doch dazu gleich mehr. AMD nennt für dieses Modell übrigens eine Preisempfehlung von 135 Dollar.

Auch der A6-3650 soll maximal 100 Watt aufnehmen, obwohl in ihm „nur“ die kleinere Radeon HD 6530D steckt und er mit einer niedrigeren Taktrate von 2,6 GHz läuft. Auch hier gibt es kein Turbo Core. Ansonsten ist alles gleich: Vier Kerne mit je 1 MB L2-Cache und Unterstützung für Speicher bis DDR3-1866, wie bei allen anderen Modellen. Diese Variante soll 115 Dollar kosten.

Modell GPU TDP Kerne CPU Takt (normal) Max. Turbo L2-Cache Shader GPU-Takt Turbo Core
A8-3850 HD 6550D 100 W 4 2,9 GHz 4 MB 400 600 MHz nein
A8-3800 HD 6550D 65 W 4 2,4 GHz 2,7 GHz 4 MB 400 600 MHz ja
A6-3650 HD 6530D 100 W 4 2,6 GHz 4 MB 320 443 MHz nein
A6-3600 HD 6530D 65 W 4 2,1 GHz 2,4 GHz 4 MB 320 443 MHz ja

Interessanterweise muss man nicht auf viel verzichten, wenn man sich stattdessen für ein Modell mit einer TDP von 65 Watt entscheidet. AMDs A8-3800 beinhaltet ebenfalls die durchaus brauchbare Radeon HD 6550D, vier CPU-Kerne mit Stars-Architektur und insgesamt 4 MB L2-Cache. Allerdings liegt der Kerntakt mit 2,4 GHz deutlich niedriger. Um das auszugleichen, verfügt dieses Modell über Turbo Core und kann so den Takt auf 2,7 GHz anheben, wenn die Temperaturentwicklung es erlaubt. Leider hat uns AMD kein Modell mit Turbo Core zur Verfügung gestellt, weshalb wir nicht einschätzen können, wie gut diese Technik bei der neuen APU funktioniert und wie oft der Mechanismus greift.

Bleibt noch der A6-3600, der ebenfalls als 65-Watt-Modell klassifiziert ist. Hier setzt AMD dann doch den Rotstift an und reduziert nicht nur den Kerntakt auf 2,1 GHz im Normalfall und 2,4 GHz mit Turbo Core, sondern integriert auch nur die schwächere Radeon HD 6530D. Es bleibt aber bei den vier Kernen mit je 1 MB L2-Cache.

Und was unterscheidet nun eigentlich eine Radeon HD 6550D von der Radeon HD 6530D? Im Grunde genommen nur eine SIMD-Einheit.

Einordnung der Grafikprozessoren Radeon HD 6550D (A8-Serie APUs) Radeon HD 6530D (A6-Serie APUs)
Shader Cores 400 320
SIMDs 5 4
Textureinheiten 20 16
Render Back-Ends 2 2
Z/Stencil ROPs 32 32
Color ROPs 8 8
GPU-Takt 600 MHz 443 MHz
maximale Rechenleistung 480 GFLOPS 284 GFLOPS

Schaut man sich das Blockdiagramm der Llano-GPU an, kann man gut erkennen, wie AMD die beiden Serien von einander absetzt. Jeder SIMD-Block beinhaltet 80 ALUs und verfügt über vier Textureinheiten. Klemmt man einen SIMD-Block ab, bekommt man eine Radeon HD 6530D mit 320 Shader-Kernen und 16 Textureinheiten.

Ein kleiner Launch schrumpft weiter

Das Desktop-Portfolio der Llano-Familie war mit vier geplanten Modellen von vornherein nicht gerade üppig. Kurz vor der Veröffentlichung dieses Texts informierte uns AMD aber noch, dass die 65-Watt-Modelle A8-3800 und A6-3600 vorerst nicht verfügbar sein werden. Somit schrumpft die neuen Familie auf nur zwei aktive Mitglieder zusammen, nämlich die beiden 100-Watt-Varianten A8-3850 und A6-3650. Daher werden wir die Turbo-Core-Funktion der beiden „kleineren“ Modelle erst später testen können. Ein genaueres Datum blieb AMD in seiner kurzfristigen Ankündigung übrigens schuldig.  

Mit dem Silverstone Precision PS06 tritt diesmal ein nagelneuer Testkandidat an und wir freuen uns sehr, unseren Lesern dieses Gehäuse als eine der ersten Seiten weltweit erstmals auch im ausführlichen Review präsentieren zu können – einschließlich dem Einbau des Mustersystems und einem ausführlichen Test der Temperaturen und der Lautstärke. Raidmax stellt das Blackstorm dagegen, einen ebenfalls noch recht neuen Midi-Tower, der jedoch preislich 40 Euro unter dem Precision PS06 liegt und damit fast 30% billiger ist.

Im dritten und vorerst letzten Teil treten mit Silverstone und Raidmax also erneut zwei Hersteller mit sehr unterschiedlicher Marktpositionierung an. Lassen wir uns wie immer vom Ergebnis überraschen.

Wir blicken zurück

Die ersten beiden Teile unserer Bestandsaufnahme hatten ja bereits recht interessante Ergebnisse gebracht, die man gern auch noch einmal nachlesen sollte:

Teil 1:  Corsair Graphite 600T  vs.  Aerocool Sixth Element

Teil2:  Enermax Hoplite  vs.  LC-Power Titus X

Wir blicken nach vorn

Beginnen wir nun auf den folgenden Seiten mit unserem dritten Testdurchlauf. Im Anschluss bewerten wir in einer Übersicht noch einmal alle 6 Kandidaten und vergeben mögliche Awards.

Der Kauf einer preiswerten, hocheffizienten Plattform ist fast so komplex wie die Auswahl eines passenden Handy-Tarifs. Für nur ein paar Euro bekommt man eine weitere Inklusivleistung, und legt man noch mal ein wenig mehr drauf, bekommt man noch mal ein kleines Zusatzpaket. So haben sich Anbieter und Hersteller ein schlaues Schema zurechtgelegt, durch das man den Kunden dazu anregt, vielleicht doch „die paar Euro mehr“ als eigentlich geplant auszugeben.

Beim Kauf eines preiswerten PCs steht man also inzwischen vor einem ähnlichen Problem: Hält man sich an das eigentlich vorgegebene Budget und versucht, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu erreichen oder investiert man ein paar Euro mehr in einen schnelleren Prozessor? Und noch ein paar Euro in eine bessere Grafikkarte? Und wenn man schon dabei ist, sollte man dann nicht gleich auch den Arbeitsspeicher aufrüsten? Und so nimmt das Spiel seinen Lauf. Allerdings hofft man bei AMD, dass die Brazos-Plattform ausreichend Leistung, genug Grafik-Performance und ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis liefern kann, um den niemals endenden Hunger der Kunden nach immer Mehr etwas zu stillen. Lesern, die sich ein etwas genaueres Bild von der Plattform machen wollen, empfehlen wir unseren Artikel Mini-Fusion mit ASRock und MSI: AMDs Brazos ist da.

Für unseren heutigen Artikel haben wir acht verschiedene Vertreter der Brazos-Plattform getestet. Die Modelle liegen preislich zwischen knapp 95 und 140 Euro. Für die Sparfüchse unter unseren Lesern dürfte also mindestens ein Modell dabei sein. Die Frage ist nur, welcher Anbieter in dieser Nische das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Übersicht: Fusion-Mainboards mit AMD E350
  ASRock
E350M1/USB3
Asus
E35M1-I Deluxe
ECS
HDC-I
Foxconn
AHD1S-K
PCB-Revision 1.00 1.01 1.0 1.0
CPU AMD E-350 APU AMD E-350 APU AMD E-350 APU AMD E-350 APU
Chipsatz AMD A50M FCH AMD A50M FCH AMD A50M FCH AMD A50M FCH
BIOS P1.20 (02/24/2011) 0902 (04/15/2011) 4.6.4 (03/24/2011) A931022 (04/19/2011)
100,0 MHz Takt 101.3 (+1.30%) 100.0 (+0.0%) 101.9 (+1.9%) 100.0 (+0.0%)
On-Board-Schnittstellen
PCIe x16 1 (x4-Modus) 1 (x4-Modus) 1 (x4-Modus) 1 (x4-Modus)
PCIe x1/x4 1x mini PCIe (belegt) 1x mini PCIe (belegt)
PCI
USB-2.0-Header 2 (4 Ports) 2 (4 Ports) 2 (4 Ports) 2 (4 Ports)
USB-3.0-Header 1 (2 Ports)
IEEE-1394-Header
serielle Schnittstelle 1 1
parallele Schnittstelle
Floppy-Header
Ultra-ATA 133
SATA 6.0 Gb/s 4 5 4 2
SATA 3.0 Gb/s
4-Pin Lüfter 1 1 2
3-Pin Lüfter 1 2 1
FP-Audio 1 1 1 1
CD-Audio
S/PDIF I/O Nur Ausgang Nur Ausgang Nur Ausgang
Anschlüsse: ATX-Blende
PS/2 1 1 1
USB 2.0 4 2 6 6
USB 3.0 2 4 2
IEEE-1394
Netzwerk 1 1 1 1
eSATA 1 1 1
Digital Audio Out nur optisch nur optisch nur optisch
Digital Audio In
Analog Audio (Kanäle) 5 3 5 3
Displayanschlüsse DVI-D, VGA, HDMI DVI-I, HDMI DVI-D, VGA, HDMI DVI-D, VGA, HDMI
Andere Merkmale keine Bluetooth Transceiver
802.11n Antennen
Bluetooth Transceiver keine
Festspeicher-Controller
SATA (Chipsatz) 4x SATA 6Gb/s
1x eSATA 6Gb/s
4x SATA 6Gb/s
1x eSATA 6Gb/s
4x SATA 6Gb/s
1x eSATA 6Gb/s
2x SATA 6Gb/s
RAID Modi (Chipsatz)
SATA (Zusatzchip)
USB-3.0-Controller EJ168A PCIe 2x D720200F1 PCIe ASM1042 PCIe
IEEE-1394-Controller
Netzwerk-Controller
Gigabit-Ethernet RTL8111E PCIe RTL8111E PCIe AR8151 PCIe RTL8111E PCIe
WLAN AR9285 PCIe RTL8188CE PCIe
Bluetooth AR3011 USB 2.0 AR3011 USB 2.0
Audio
HD Audio Codec ALC892 ALC892 VT1708B ALC662
DDL/DTS Connect keine Angabe keine Angabe DTS Connect keine Angabe

Übersicht: Fusion-Mainboards mit AMD E350
  Gigabyte
E350N-USB3
Jetway
NC85-E350-LF
Sapphire Pure
Fusion Mini E350
Zotac
FUSION350-A-E
PCB-Revision 1.0 2.0 1.0 Unspecified
CPU AMD E-350 APU AMD E-350 APU AMD E-350 APU AMD E-350 APU
Chipsatz AMD A50M FCH AMD A50M FCH AMD A50M FCH AMD A50M FCH
BIOS F2c (03/15/2011) F2c (03/15/2011) 0.31 (05/13/2011) 1.01 (04/18/2011)
100,0 MHz Takt 100.0 (+0.0%) 101.4(+1.4%) 101.4(+1.4%) 101.4(+1.4%)
On-Board-Schnittstellen
PCIe x16 1 (x4-Modus) 1 (x4-Modus) 1 (x4-Modus)
PCIe x1/x4 1x mini PCIe (frei) 1x mini PCIe (frei) 1x mini PCIe (belegt)
1x x4 (x16-Länge)
PCI 1
USB-2.0-Header 2 (4 Ports) 2 (4 Ports) 2 (4-ports) 1 (2 Ports)
USB-3.0-Header 1 (2 Ports)
IEEE-1394-Header
serielle Schnittstelle 1 1 1
parallele Schnittstelle
Floppy-Header
Ultra-ATA 133
SATA 6.0 Gb/s 4 4 5 4
SATA 3.0 Gb/s
4-Pin Fan 1 2
3-Pin Lüfter 2 2 1
FP-Lüfter 1 1 1 1
CD-Audio
S/PDIF I/O nur Ausgang beides nur Ausgang
Anschlüsse: ATX-Blende
P/S 2 1 1 None 1
USB 2.0 4 6 4 4
USB 3.0 2 2 2
IEEE-1394
Netzwerk 1 1 1 1
eSATA 1 1
Digital Audio Out nur optisch nur optisch nur optisch
Digital Audio In
Analog Audio (Kanäle) 6 3 5 5
Displayanschlüsse DVI-D, VGA, HDMI DVI-D, VGA, HDMI DVI-D, VGA, HDMI DVI-I, HDMI
DisplayPort
Andere Merkmale keine keine Bluetooth Transceiver 802.11n Antennen
Festspeicher-Controller
SATA (Chipsatz) 4x SATA 6Gb/s
1x eSATA 6Gb/s
4x SATA 6Gb/s 5x SATA 6Gb/s
1x eSATA 3Gb/s
4x SATA 6Gb/s
1x eSATA 6Gb/s
RAID Modi (Chipsatz)
SATA (Zusatzchip)
USB-3.0-Controller D720200F1 PCIe D720200F1 PCIe VL800-08 PCIe
IEEE-1394-Controller
Netzwerk-Controller
Gigabit-Ethernet RTL8111E PCIe RTL8111E PCIe 88E8057 PCIe RTL8111E PCIe
WLAN None AR9285 PCIe
Bluetooth AR3011 USB 2.0
Audio
HD Audio Codec ALC892 VT1705 PCIe ALC892 ALC892
DDL/DTS Connect keine Angabe keine Angabe keine Angabe keine Angabe

Mit dem Z68-Chipsatz hat Intel einige Mängel der bestehenden H67/P67-Modelle behoben und die LGA 1155-Plattform mit SSD-Caching-Fähigkeiten ausgestattet. So hat man die Wahl zwischen einem übertakteten System auf P67-Basis oder integriertr CPU-Grafik mit H67. Beides geht jedoch erst mit Z68, der zudem flexiblere Kombinationen aus integrierter Grafik, externer Grafik und Overclocking ermöglicht.

Von diesen Ergänzungen einmal abgesehen geht es Intel beim Z68 samt SSD-Caching (Smart Response Technology) vor allem darum, die Storage-Leistung durch das Hinzufügen einer SSD zu einer Festplatte zu maximieren. Allerdings ist das ganze lediglich auf dem Z68-Chipsatz erhältlich, was beutet, dass man entsprechend großes Geld in ein komplett neues System investieren muss, um in den Genuss der SSD-Cache-Option zu kommen. Highpoint hat das erkannt und mittlerweile einen PCI Express Storage-Controller auf den Markt gebracht, der genau das gleiche machen soll und dabei preislich attraktiver ist.

Das taiwanische Unternehmen Highpoint Technologies Inc. hat sich auf die Entwicklung kosteneffizienter Storage-Produkte für Mainstream-Marktsegmente konzentriert. Aus diesem Grund konkurriert Highpoint nicht nur mit Chipsatz-Herstellern, sondern auch mit Entry-Level-Lösungen diverser Speicherspezialisten wie z.B. Adaptec/PMC Sierra, Areca oder LSI. Während insbesondere Adaptec und LSI ihre eigenen Chip-Designs entwickeln, bauen Areca und Highpoint ihre Produkte auf bereits bestehender Hardware auf. Das heute von uns getestete Produkt nennt sich RocketHybrid 1220. Dabei handelt es sich um eine x1 PCI Express Steckkarte mit zwei internen SATA-Ports (6 Gb/s).  Grundlage ist der Marvell 88SE9130-Controller. Das Modell 1222 wäre die dazu passende eSATA-Version, die uns für diesen Test aber nicht zur Verfügung stand.

Cache mich doch!

Caching gilt als eine fundamentale Funktion einer jeden Kategorie von PC-Komponenten, insbesondere jene, die mit größeren Datenmengen zu tun haben. Die Performance soll hier durch das Bereitstellen oder Prefetching von Daten auf einer Caching-Struktur verbessert werden. Wichtig ist, dass das Cache-Gerät deutlich schnellere Performance besitzt als das zugrundeliegende Gerät.

Jeder moderne Prozessor verfügt heutzutage über einen Cache, der normalerweise in zwei oder drei Stufen unterteilt ist. Diese werden als Cache-Level bezeichnet. Sinn und Zweck dieses Prozessor-Caches ist es, “heiße” Daten so nah wie möglich an die Prozessorkerne heranzubringen, um so den Zugriff auf den langsameren Arbeitsspeicher zu verringern. Normalerweise arbeiten Festplatten mit einem DRAM Cache von 8-64 MB, um so die mechanische Aktivität auf dem Laufwerk zu reduzieren. Optische Laufwerke nutzen einen Puffer zum Caching von Schreibvorgängen. Windows speichert Festplatten-Daten oder Anwendungsdaten im verfügbaren Hauptspeicher zwischen. Manchmal bieten selbst Anwendungen wie Adobe Photoshop ihre eigenen Caching-Implementierungen. Letztlich handelt es sich bei der Indexing-Funktion von Windows auch um nichts anderes als eine weitere Caching-Version.

Es gab bereits mehrere Versuche, Festplatten durch unterschiedliche Caching-Ansätze zu beschleunigen. H-HDDs haben sich leider nie durchgesetzt, doch Produkte wie der RocketHybrid 1220-Controller von Highpoint geben Grund zu neuer Hoffnung.

Im heutigen Teil 2 treten mit Enermax und LC-Power zwei Hersteller an, die oft genug polarisiert haben und von der Ausrichtung her komplett gegensätzlich erscheinen. Enermax ist überwiegend als Hersteller hochwertiger Netzteile bekannt, obwohl auch seit Längerem Gehäuse im Portfolio stehen, LC-Power hingegen produziert seit langem Gehäuse aller Art im Niedrigpreissegment, kämpft nun um einen neuen Ruf und möchte sich gern über die Qualität auch in der Mittelklasse neu definieren. Für beide Anbieter wirklich keine leichte Angelegenheit, deshalb wollen wir diesmal auch ein wenig genauer hinsehen. Denn der eine wünscht sich mehr Augenmerk auf seine sonstigen Produkte neben den Netzteilen und der andere möchte mit ansprechenden Gaming-Gehäusen seine Ausrichtung neu sortieren.

Der erste Teil unserer Bestandsaufnahme hat bereits zwei interessante Ergebnisse gebracht, die man gern noch einmal nachlesen kann:

Im bereits veröffentlichten Teil 1 testeten wir bereits Gehäuse von Corsair und Aerocool.

Beginnen wir nun mit unserem zweiten Testdurchlauf. Es hat sich durchaus gelohnt.

Vor einiger Zeit gab Steve Jobs sechs Gründe an, weshalb Apple auf seinen iPads und iPhones auch weiterhin keine Adobe-Flash-Inhalte unterstützen werde. Die Begründungen reichten von der Offenheit der Software über die Tatsache, dass es sich hierbei um das Produkt eines Drittanbieters handelt, bis hin zu negativen Auswirkungen auf die Akkulaufzeit. Als weiterer Punkt wurde auch die Performance mobiler Geräte bei der Wiedergabe von Flash-Inhalten als kritischer Punkt genannt. Unsere amerikanischen Kollegen haben im (englischen) Artikel “Adobe Flash: A Look At Browsers, Codecs, And System Performance” die Auswirkungen von Adobe Flash auf die System-Ressourcen betrachtet. Wenn Flash schon in der Lage ist die Performance von Desktop-PCs negativ zu beeinflussen, dann kann man sich leicht vorstellen, was für Auswirkungen solche Inhalte auf Smartphones haben können.

Niemand bestreitet die Vorzüge von Video-Streaming. Apple ist schlicht der Meinung, dass das Problem in der Bereitstellung des Videos liegt. Aus diesem Grund wirbt das Unternehmen für seine mobilen Geräte mit dem neuen HTML5-Standard. Allerdings verhindert gleichzeitig die hohe Beliebtheit der Apple-Produkte eine weite Verbreitung dieses Standards. Die meisten Webseiten unterstützen HTML5-Inhalte lediglich dann, wenn der iOS-User-Agent entdeckt wird. Wer an seinem PC im Internet surft, für den ist die Unterstützung von HTML5-Fähigkeit derzeit wenig relevant. An diesem Punkt stellt sich natürlich die Frage, was mit den Desktop-PCs, Notebooks und Netbooks ist, die auch weiterhin mit Flash-Inhalten zu kämpfen haben.

Genau hier setzte DivX an. Das Unternehmen hielt sich beim Kampf ums Format elegant raus und bot eine Player-Lösung, die sowohl HTML5- als auch Flash-Videos unterstützte.DivX war allerdings nicht darauf aus, den Flash-Player komplett zu ersetzen, sondern wollte lediglich beweisen, dass eine bessere Performance, Akkulaufzeit und Bildqualität mit dem hauseigenen DivX-HiQ ermöglicht wird.

Am 16.06.2011 vermeldete DivX jedoch das plötzliche Aus des seit der ersten Veröffentlichung im Beta-Stadium befindlichen DivX-HiQ-Plugins. Die Begründung hierfür ist, dass man genügend Daten und Feedback für eine Mainstream-Implementierung des DivX Plus Web Players gesammelt habe. Ob wir das HiQ-Plugin nochmals womöglich in einer anderen Form sehen werden, ist zurzeit nicht bekannt.

Auch wenn das Plugin offiziell nicht mehr existiert, so wollten wir dennoch wissen, ob die ursprünglichen Werbeaussagen zutreffend waren und ob das Verschwinden des Plugins einen großen Verlust für unzählige Geräte mit geringer Leistung bedeutet. Denn, wer Nachrichten-Webseiten wie die von CNN gerne und häufig benutzt, muss normalerweise Flash installieren, um sämtliche Inhalte entsprechend nutzen zu können. ComScore schätzt, dass ungefähr 75% aller Online-Videos auf Flash basiert. Ob es einem gefällt oder nicht – das Flash-Format von Adobe gehört heute zum Surfen im Internet einfach dazu. Schauen wir uns also an, was der alternative DivX-Player so zu bieten hatte und ob eine Wiederauferstehung gerechtfertigt wäre.

In den vergangenen Tablet-Reviews haben wir uns den günstigen Einsteigergeräten sowie der Mittelklasse mit deutlich besserer Performance gewidmet. Spielte bisher der Preis bei der Produktauswahl eine wichtige Rolle, so haben wir den Herstellern für dieses Round-up dahingehend keine Vorgaben gemacht. Die Forderung lautete einfach: Bitte stellen Sie uns ein Oberklasse-Tablet aus Ihrem Produktportfolio zum Test zur Verfügung. Vier Geräte sind bisher in der Redaktion eingetroffen. Unser Dank geht dafür auch an notebooksbilliger.de. Der bekannte Etailer stellte uns freundlicherweise zwei der vier Testgeräte zur Verfügung, da die Hersteller selbst nicht liefern konnten. Weitere Anbieter haben uns für einen späteren Zeitpunkt Geräte versprochen.

Doch nun erst Mal zum aktuellen Testfeld. Mit dabei sind diesmal das Apple iPad 2 mit iOS und drei Android-Vertreter. Im Google-Lager setzen Acer mit dem bereits einzeln getesteten Iconia Tab A500 und Motorola mit dem Vorzeige-Tablet Xoom jeweils auf die neueste, Tablet-optimierte Android-Version 3.0, Codename Honeycomb. HTC hingegen begnügt sich bei seinem Flyer mit der aktuellen 2er-Version 2.3.3 Gingerbread. Augenscheinliche Unterschiede gibt es auch bei Format und Größe der Tablets. Während Apple nach wie vor auf einen 4:3-Bildschirm setzt, kommen die übrigen Testteilnehmer im filmtauglichen Breitbildformat daher. HTC setzt hingegen bei der Kompaktheit Maßstäbe.

So viel zum groben Überblick. Schauen wir uns die Kandidaten nun also einzeln genauer an.

Dies ist der dritte Teil unserer Tablet-Reihe. Die vorigen Teile sind hier zu finden:

Teil 1 – Der Einstieg in die Tablet-Welt: Was taugen günstige Pads?

Teil 2 – Tablets bis 400 Euro: Die umkämpfte Mittelklasse

Teil 3 – Die machen richtig Spaß: Tablets der Oberklasse

Soll ein RAID-System bestmögliche Leistungen abliefern, klappt das nur mit entsprechend performanten Hardware-Zutaten. Mit dabei sollte ein möglichst schneller Controller sein, idealerweise mit PCI Express-Interface nach 2.0-Standard und reichlich Anschlüssen für SATA/SAS-Laufwerke bestückt, damit sowohl bei Bandbreite als auch RAID-Level keine Flaschenhälse aufkommen. Genauso wichtig sind die verwendeten RAID-Laufwerke, wobei für maximale Leistung eigentlich nur Enterprise-Festplatten oder SSDs in Frage kommen. Sollen IOPS die erste Geige spielen, führt ohnehin kein Weg an den Flash-Laufwerken vorbei. Mit den Arbeitsschritten Controller installieren, SSDs anschließen, RAID-Verbund erstellen und loslegen ist es aber nicht unbedingt getan. Schickt das vermeintliche Super-RAID dann Daten trotzdem nur in gemütlichem Tempo über den Bus, liegt das wahrscheinlich an ungünstig gewählten Controller-Einstellungen.

Zwei Controller-Konfigurationen, vier RAID-Modi, 14 Testszenarien

Wie genau wirken sich die Einstellungen des RAID-Controllers auf dessen Leistung aus? Im ersten Teil unserer kleinen Artikelserie haben wir dazu ein RAID-0-System auf fünf SSDs aufgesetzt und mit verschiedenen Einstellungen herumexperimentiert. Ein geeigneter Controller-Kandidat fand sich im LSI MegaRAID 9280-24i4e, dessen Software zahlreiche Parameter für Lesen und Schreiben bereitstellt. Während der RAID-Level mit 0 stets gleich blieb, haben wir alle möglichen Konfigurationen der Controller-Software durchgewechselt.

Im diesem zweiten Teil beschränken wir uns auf die Best Case- und Worst Case-Szenarien und verwenden nur die Controller-Einstellungen, die laut Hersteller LSI die höchste beziehungsweise niedrigste RAID-Performance bringen. Dafür verabschieden wir uns vom statischen RAID 0 und testen alle mit den fünf SSDs möglichen Standard-RAID-Modi 0, 1+0, 5 und 6 durch. Wir schauen in erster Linie darauf, wie sich die beiden Konfigurationen innerhalb eines RAID-Level auf dessen Leistung auswirken. Einen RAID-übergreifenden Leistungssieger küren wir mangels Vergleichbarkeit der einzelnen RAID-Level jedoch nicht. Nichtsdestotrotz werfen wir einen Blick über den RAID-Tellerrand und bewerten, wie stark oder schwach sich die Best Case- und Worst Case-Einstellungen bei den jeweiligen RAID-Modi bemerkbar machen.

Mit dem Xilence T800 fiel uns vor Kurzem mehr oder wenig zufällig ein Notebook-Kühler in die Hände, den wir an einem recht heißen Tag zunächst dankbar verwendeten und dann aus reinem Interesse noch einmal genauer unter die Lupe genommen haben. Eigentlich waren wir an diesem Tag ja nur auf der Suche nach einer geeigneten Notebookauflage, ließen uns dann aber von der offenen Konstruktion durchaus überzeugen, so dass wir am Ende genau wissen wollten, wie sich ein möglicher Vorteil konkret in Zahlen ausdrücken lässt. Als Hitzecrashtast-Dummy diente hierbei ein bereits einschlägig verdächtiges Acer 5742G mit Core i5 460M und einer Geforce 420M, denn dieses Notebook war uns schon vorher mehrmals durch extrem hohe CPU-Temperaturen aufgefallen, obwohl es nur wenige Stunden Laufzeit hinter sich hat und ein komplett unverdrecktes Kühlsystem besitzen sollte. Bis zu 90°C CPU-Temperatur in der Sonne bei normaler Nutzung auf einem glatten Tisch waren uns dann doch zu viel. Ob und was das aktiv belüftete Gestell in Form des T800 nun gebracht hat, das kann man auf den folgenden Seiten auch gern im Schatten bei einem wohltemperierten Getränk nachlesen.

Datensafe oder Plastikbomber?

Wir treten diesmal auf Grund der Menge an interessanten Angeboten bewusst zu einer Bestandsaufnahme an, obwohl es eigentlich schier unmöglich scheint, wirklich allen Anbietern und Produkten gerecht werden zu können. Deshalb wollen wir mit Absicht in verschiedenen Preisklassen wildern und renomierte Hersteller gegen Newcomer sowie vermeintliche Schleuderpreisproduzenten antreten lassen, um zumindest einen groben Querschnitt zu erhalten. Immerhin haben die Gehäusetests des letzten Jahres gezeigt, dass auch ein vermeintlich billiger Jakob dem deutschen Michel ein faires Angebot machen kann und dass man nicht immer zwangsläufig auf wackeliges Fischdosenblech zurückgreifen muss, wenn es im Portemonnaie ein wenig zwickt. In Teil 1 treten mit Corsair und Aerocool zwei Firmen an, deren Ausrichtung nicht unterschiedlicher sein könnte.

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