Motorola Defy: Mit dem Smartphone in die Wildnis

Obwohl das Motorola Defy schon länger auf dem Markt ist, lohnt sich ein genauerer Blick auf dieses Smartphone, denn es hat vor allem jene Nutzer im Auge, die ein stabiles Gerät suchen, dass nicht behandelt werden muss wie ein rohes Ei. Das ist gerade jetzt interessant, weil doch der eine oder andere von der Sonne hinter seinem Rechner hervorgelockt werden könnte. Und wer möchte schon auf in freier Wildbahn auf einen Assistenten verzichten, der ihm nicht nur eine Pizza ans Lagerfeuer vor der Blockhütte ruft, sondern im Notfall auch Anhaltspunkte für den Weg aus dem Busch heraus liefert? Trotz schicker Schale, das Defy will in rauer Umgebung zu Hause seinTrotz schicker Schale, das Defy will in rauer Umgebung zu Hause sein

Verarbeitung

Für härtere Einsätze soll das Defy genau der richtige Begleiter sein – davon versucht schon der erste Blick zu überzeugen. Das Gehäuse ist nicht wie üblich zusammen gepresst, sondern drei fette Schrauben an jeder Seite versprechen eine bei Smartphones selten gekannte Robustheit. Dies setzt sich bei den Anschlüssen fort, die sich hinter dicken Gummiabdeckungen verbergen. Allerdings dürften jene Nutzer, die häufiger Kopfhörer oder Headsets verwenden, von der Abdeckung des Kopfhörer-Ausgangs genervt sein. Den Gummipfropfen in bzw. aus seiner Position zu bewegen ist etwas fummelig. Leichter hat man es da mit der Micro-USB-2.0-Schnittstelle, die sich zwar ebenfalls hinter einer dichten Abdeckung verbirgt, jedoch leichter zu erreichen ist. Da möchte man fast von Glück reden, dass die weiteren Schnittstellen – WLAN nach n-Standard und Bluetooth 2.1 – sich ohne Steckeranschlüsse verständigen.

 

Ein Tauchgang ist für das Defy kein Problem - solang alles dicht istEin Tauchgang ist für das Defy kein Problem – solang alles dicht ist

Auch der Deckel der Rückseite wird nicht einfach leichthändig in die dafür vorgesehene Passung hinein geschoben, sondern muss mit seinen dicken Dichtlippen ins Gerät gepresst werden. Und obwohl das Spaltmaß zwischen Gehäuse und Deckel einige Zweifel aufkommen lassen – das Gerät hat keinerlei Probleme mit einem (unfreiwilligen) Bad. Der Hersteller verspricht hier bis zu 2m, und nachdem das Smartphone etwa eine Viertelstunde den frisch geschlüpften Kaulquappen eine erste mediale Erfahrung zuteil werden ließ, kann man der Angabe sicherlich Glauben schenken. Gleiches gilt für die versprochene Kratzfestigkeit. Auch wenn die Herausforderungen keine ernsthaften waren, hatte das Defy während des Test doch einigen Bodenkontakt, der bei zarter bestückten Bildschirmen doch zu dem einen oder anderen Rückstand geführt hätte. Ein Lob auf das Gorilla-Glas der Anzeige.

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