Im Test: Gigabyte GeForce GTX 470 Super Overclock

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Für die Premium-Grafikkarten der Super Clock-Edition scheute Gigabyte weder Kosten noch Mühen und bot damit oftmals Produkte mit der bereits ab Werk höchsten Übertaktung an. Heute haben wir die Möglichkeit, die neue GV-N470SO-13I Super Clock zu testen. Die technischen Angaben lassen vermuten, dass es sich bei diesem Modell um die bislang schnellste vom Hersteller übertaktete GeForce GTX 470 handelt und wir sind gespannt, wie das Preis-/Performance-Verhältnis ausfällt.

Die übertaktete GeForce GTX 470 von Gigabyte bietet bereits ab Werk einen Core-Takt von 700 MHz und liegt damit annähernd 100 MHz über den standardmäßigen 607 MHz. Die Shader werden mit 1400 MHz betrieben und sind damit annähernd 200 MHz höher getaktet als das Nvidia-Referenzmodell, das mit 1215 MHz aufwartet. Laut Gigabyte führt die Übertaktung zu einer um 12% höheren Performance im Vergleich zu einer normalen GeForce GTX 470, was unsere Benchmarks auch bestätigen. Leider ist der GDDR5-Speicher der Karte nicht übertaktet und läuft mit den von der Referenzkarte bekannten 837 MHz. Dies dürfte uns aber Aufschluss darüber geben, ob die GF100-GPU unter einer eingeschränkten Bandbreite leidet oder nicht.

Interessant ist auch, dass Gigabyte dem Auswahlprozess, der GPUs in Klassen einteilt, einen Marketing-Namen gegeben hat: GPU Gauntlet. Das Unternehmen behauptet, dass jede GPU 30 Minuten lang getestet wird um herauszufinden, wie viel Spielraum für ein Übertakten gegeben ist. Danach wird ein Blick auf die Leistungsaufnahme und Stabilität geworfen, um sicherzugehen, dass nur die GPUs mit der höchsten Effizienz und der niedrigsten Leistungsaufnahme für die Super Overclock-Reihe verwendet werden. Gigabyte garantiert damit einen Spielraum beim Übertakten der GPU, der 15% über den normalen Spezifikationen liegt.

Ein kurzer Blick genügt um zu sehen, dass Gigabyte seine Karte im Vergleich zum Referenzmodell von Nvidia mit einem leistungsstärkeren Kühler ausgerüstet hat. Das Kühlsystem wird Windforce 3x genannt. Laut Gigabyte erreicht die Konfiguration aus drei über den Kupfer-Heatpipes angebrachten Lüftern, die per Pulsweitenmodulation (PWM) gesteuert werden, einen Durchsatz von 27 CFM pro Lüfter – und das bei leisen 22dB im Leerlauf und 38dB unter Last. Hierzu sollen die strömungsoptimierten Lüfterblätter einen erheblichen Teil beitragen.

Die Gigabyte-Karte nutzt ein eigenes Platinendesign, das sich deutlich vom Referenzmodell unterscheidet. Die Spannungsversorgung der GV-NV470SO-13I bietet 14 Phasen, wovon zwei 12 Phasen die GPU und zwei den Speicher versorgen. Gigabytes Ultra Durable VGA+ Spezifikation umfasst zahlreiche Punkte und bietet angeblich die folgenden Vorteile: Leiterplatinen mit einem Anteil von 57 Gramm Kupfer für eine bessere Kühlung, erstklassiger Speicher von Samsung und Hynix für ein höheres Übertaktungspotential, Feststoffkondensatoren aus Japan, die eine höhere Zuverlässigkeit bieten, Spulen mit Ferritkern zur Begrenzung von Leistungsverlusten und Metall-Oxyd-Silizium-Feldeffekttransistoren (MOSFETs) mit niedrigen Innenwiderständen für eine schnellere Ladung und Entladung. Wir haben die Ultra Durable-Spezifikaitonen von Gigabyte bereits in der Vergangenheit genauer getestet – insbesondere die Vorteile einer Leiterplatine mit 2 Unzen Kupfer – und haben dabei festgestellt, dass an den Behauptungen etwas dran ist. Allerdings fällt der Unterschied in Sachen Performance nicht ganz so deutlich aus, wie uns die Marketing-Abteilung von Gigabyte gerne glauben machen will.

Trotz all den auf Performance ausgerichteten Funktionen bietet die Karte hinsichtlich der Ausgänge lediglich Standardkost, also dieselben Anschlüsse wie jeder andere GeForce GTX 470 auch: zwei Dual-Link DVI-Anschlüsse und einen Mini-HDMI-Ausgang. Wie beim Referenzmodell der GeForce GTX 470 lassen sich auch bei dieser Grafikkarte nur zwei der drei digitalen Ausgänge gleichzeitig verwenden.

Uns wurde nur die Karte und kein Retail-Bundle geschickt. Laut Werbematerial von Gigabyte sind bei der Verkaufsversion für den Einzelhandel ein DVI/VGA-Adapter, ein Mini-HDMI-auf-HDMI-Kabel, zwei PCI Express (PCIe)-Stromadapter, ein Handbuch und eine CD mit Treibern und Utilities im Lieferumfang enthalten.

Gigabyte hat viel Arbeit in die Optimierung des Tweaking-Tools OC Guru gesteckt. Anwender können jetzt neben der Anpassung der Taktraten und der GPU-Spannung auch die Spannung für den Speicher verändern. Diese Funktion fehlt bei den Utilities der Konkurrenz, wie z.B. der Afterburner-Software von MSI. OC Guru bietet zahlreiche weitere Funktionen wie Voreinstellungen für verschiedene Modi wie Overclocking, Gaming und Energiesparen, fünf anpassbare Profile für eigene Einstellungen, die Überwachung der Sensoren und sogar die Möglichkeit, Energieeinsparungen zu berechnen.

Auf die Übertaktungsergebnisse gehen wir im Benchmark-Bereich auf der übernächsten Seite ein. Doch werfen wir zunächst ein Überblick auf unser Testsystem.

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