Das iPad als Monitor – vier Apps vorgestellt

Computer-Monitore werden zwar immer größer – die Zeiten kleiner 17-Zoll-Monitore scheinen zumindest endgültig vorüber zu sein. Dennoch wünscht man sich auf dem Desktop hin und wieder mehr Platz, um etwa Werkzeugleisten oder Instant Messenger aus dem Arbeitsbereich zu eliminieren. Selbst ein größerer Monitor schafft hier nicht immer Abhilfe, da zum Einen eine höhere Auflösung oft mit kleineren Bildpunkten einhergeht und damit die Hauptanwendung doch wieder größer aufgezogen wird. Zum Anderen verteilt sich die zusätzliche Fläche gleichmäßig über den gesamten Anzeigebereich. Für das Auslagern bestimmter Fenster eignet sich jedoch ein definierter Bildschirmbereich am besten. Oder eben ein zweiter Monitor.

Professionelle Grafiker oder Musiker werden auf den Einsatz eines vollwertigen zweiten Monitors sicher nicht verzichten und auch die entsprechenden Kosten nicht scheuen. Anwender, die nur hin und wieder zusätzlichen Platz auf ihrem Desktop benötigen, werden hingegen eine kostengünstigere Lösung bevorzugen. Für Besitzer eines Apple iPads gibt es mittlerweile vier Apps, die alle das gleiche versprechen: Das iPad in einen vollwertigen Zweit-Bildschirm für Windows oder Mac OS zu verwandeln – für maximal 8 Euro. Im Testfeld sind die beiden bisher reinen Mac-Anwendungen Air Display (eine Windows-Version befindet sich laut Hersteller in der Entwicklung) und Air Screen, die reine Windows-Lösung MaxiVista sowie das Mac- und Windows-kompatible iDisplay vertreten.

Der Ansatz der Apps ist im Wesentlichen derselbe: Je eine Applikation auf dem Desktop-Rechner und dem iPad übertragen Bildschirminhalte, Tastatureingaben und Befehle von Maus und Touchscreen über das kabellose Netzwerk. Der Rechner fungiert hierbei als eine Art Server, das iPad als der korrespondierende Client, ganz ähnlich einer VNC-Verbindung. Dabei haben die Monitor-Apps mit denselben Problemen zu kämpfen wie VNC- oder Remote-Desktop-Anwendungen. Die Übertragung der Daten über das Netzwerk geht entweder zu Lasten der Geschwindigkeit oder – bei entsprechender Kompression der Daten – der Anzeigequalität. Eines sei vorweg gleich gesagt: Multimedia-Inhalte, insbesondere Videos machen auf dem iPad als Zweitmonitor keinen Spaß. Inwiefern die Apps dennoch nützlich sind, klären wir auf den folgenden Seiten.

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