Ist es an der Zeit für einen neuen PC?

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Ist mein System noch gut genug?

Immer mehr Anwender stellen sich die Frage, ob ihre Systeme noch gut genug sind oder es sinnvoll ist, in eine neue Maschine zu investieren. Zahlreiche Anwender haben sich in der ersten Hälfte des letzten Jahrzehnts wegen der großartigen Performance und dem ansprechenden Gesamtwert für den Athlon 64 bzw. den Athlon 64 X2 entschieden. Allerdings kam 2006 die Core 2-Generation von Intel auf den Markt und stieß AMD mit einer besseren Performance und einer deutlich verbesserten Effizienz vom Thron. Infolgedessen sind Core-2-Systeme sehr verbreitet. Wie läßt sich ein derartiges System mit dem Upper Mainstream von heute vergleichen? Wir haben uns ein paar Komponenten gegriffen die 2007 aktuell waren und damit ein Sockel 775-System zusammengestellt, das wir dann mit einer gehobenen Sockel 1156-Maschine verglichen haben.

Sollte man jetzt aufrüsten? Wir haben leistungsstarke Systeme aus den Jahren 2007 und 2010 verglichen.

Wieviel besser ist die heutige Hardware?

Dies ist die entscheidende Frage, die wir heute beantworten werden. Es gibt ein paar Dinge, mit denen wir gleich anfangen können. Prozessoren liegen hinsichtlich der  Leistungsaufnahme auch weiterhin in einem Bereich zwischen 65 W und 130 W, bieten mittlerweile allerdings mehr Performance und zusätzliche Funktionen. Statt die Beschleunigung über die Taktrate voranzutreiben sind Desktop-CPUs inzwischen mit sechs Kernen ausgestattet und nicht wie früher einem oder zwei Kernen. Möglich wurde dies durch die Verbesserungen bei der Halbleiterfertigung wodurch die Prozessoren von AMD und Intel von 65 nm auf 45 und 32 nm schrumpfen konnten. Intel hatte hierbei den Vorteil schneller zu sein, wodurch das Unternehmen mehr Transistoren unterbringen und seine Mikropozessoren mit mehr Cache ausstatten konnte. Zusätzliche Prozessorkerne sind großartig, um die Performance zu skalieren, allerdings müssen auch die Anwendungen auf mehrere Kerne ausgelegt sein, um davon profitieren zu können. Mit anderen Worten: Die Performance pro Takt ist ingesamt etwas gestiegen, die Performance insgesamt hat sich vervielfacht, und die Leistungsaufnahme ist konstant geblieben oder sogar etwas zurückgegangen.

Im Grafikbereich hat es ähnliche Entwicklungen gegeben. Obwohl Grafiklösungen normalerweise auf einem einzelnen Grafikprozessor basieren, nutzen diese  mehrere ROPs (auf ATIs Terascale 2) bzw. Stream-Prozessoren (Nvidia Fermi) auf einem Chip und erreichen dadurch eine höhere Leistung. Zudem unterstützen beide Hersteller Geschwindigkeitssteigernde Multi-GPU-Modi mit zwei, drei oder vier Grafikkarten pro System. Weiterhin haben beide Unternehmen die hierdurch zur Verfügung stehenden mathematischen Fähigkeiten genutzt und Funktionen entwickelt, die die Fließkommaberechnung beschleunigen (ATI Stream, Nvidia Cuda). Die Leistungsaufnahme hat sich bei den Grafikkarten nicht groß verringert, allerdings hat sich die Performance pro Watt definitiv vervielfacht.

Beim Speicher ist mittlerweile fast nur noch DDR3 vertreten. Die Geschwindigkeit ist zwar höher als noch vor ein paar Jahren, allerdings hat ein ultra-schneller Speicher nur einen beschränkten Einfluss auf die Gesamtleistung, wobei DDR3-1333-Speicher für die meisten Mainstream-User normalerweise ausreicht. Um einen Flaschenhals zu vermeiden sollte man sich für 4 GB RAM oder mehr entscheiden. Dann wäre da doch die Festplatte, die Hardcore-Enthusiasten mittlerweile durch Flash-SSDs ersetzt haben. Rotierende magnetische Medien werden mittlerweile durch Silizium ersetzt, das neben einer besseren Widerstandsfähigkeit und Zuverlässigkeit auch eine niedrigere Leistungsaufnahme im Leerlauf und unter Last sowie einen geräuschlosen Betrieb, ein praktisch nicht mehr vorhandene Zugriffszeit sowie eine großartige I/O-Performance bietet. In der Praxis bestätigt sich dies bei Lesevorgängen, in denen SSDs unschlagbar sind. Allerdings gibt es bei der Schreib-Performance noch einige Schwankungen, und die Kosten pro Gigabyte sind auch weiterhin sehr hoch.

Plattform-Features sollten wir ebenfalls nicht vergessen. 2007 gab es SATA 3 Gb/s mit Command-Queuing-Unterstützung und fortgeschrittene RAID-Funktionen waren  bei Lösungen für Enthusiasten normalerweise implementiert. Zudem verfügte das System über zahlreiche USB 2.0-Anschlüsse und eventuell auch eSATA. Neben Gigabit-Networking und PCI Express ist auch HD-Audio bereits schon etwas länger auf dem Markt. Allerdings gab es PCI Express 2.0 für das Mainstream-Segment von Intel erst mit dem P45-Chipsatz (AMD 780 und X38 waren allerdings schneller). Aktuelle Plattformen verfügen über verbesserte Energiesparfunktionen, umfangreiche Übertaktungsfunktionen und manchmal auch USB 3.0 oder SATA 6 Gb/s. Die unserer Ansicht nach derzeit wichtigste Funktion heißt USB 3.0, die einen spürbaren Flaschenhals beseitigt.

Los Gehts

Wir haben ein 3 Jahre altes P35-Motherboard mit einem Core 2 QX6700 Quad-Core Prozessor versehen und mit einem Western Digital WD1500 Raptor-Laufwerk sowie einer Nvidia GeForce 8800 GTS von Zotac ausgerüstet. Das System haben wir gegen ein neues MSI P55A Fuzion mit einer Core i7-870 CPU, einer 100 GB Phoenix-SSD von G.Skill und einer MSI R5870 Lightning mit modernster GPU-Technik von ATI antreten lassen. Welche Rolle spielen drei Jahre an Fortschritt im Hinblick auf die Gesamtergebnisse?

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