Atom beschleunigt: Synology DS1010+

Intels neue Dual-Core Atom-Prozessoren (Codename Pineview) erfreuen sich offensichtlich großer Beliebtheit bei den Herstellern von anspruchsvollen NAS-Geräten für den Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen. So verwundert es nicht, dass auch der Hersteller Synology auf die Kraft von zwei Atom-Kernen setzt. Das bisherige Spitzenmodell DS509+, dessen Herzstück aus einer Freescale MPC8533 CPU mit einer Taktrate von 1,06 GHz besteht, wurde abgekündigt und durch das neue DS1010+ ersetzt. Beim neuen Modell kehrt Synology den Freescale-Prozessoren den Rücken und setzt auf Intels Atom Dual-Core-CPU. Wie leistungsfähig diese Atom-Prozessoren in NAS-Geräten sind haben schon Thecus und Qnap mit den 4-Bay-Modellen N4200 und TS-459 Pro gezeigt. Welche Performance Sie vom neuen DS1010+ erwarten dürfen zeigen wir Ihnen auf den folgenden Seiten.


Synology DS1010+: Mehr Gigaherz…

Betrachtet man die bisherige Produkte von Synology, fällt auf, dass der Hersteller bislang überwiegend auf Prozessoren mit ARM bzw. PPC-Architektur gesetzt hat – und das überaus erfolgreich. Unsere früheren Tests von Synology NAS-Geräten mit Freescale PPC-CPU wie z.B. dem DS409+ zeigen, dass es nicht immer eine Intel-CPU sein muss, damit ein Gerät auch Leistungsfähig ist. 

Währen andere Hersteller wie zum Beispiel Thecus mit dem N4100, (AMD Geode LX800), Qnap mit dem TS-509 Pro (Intel Celeron M420) oder Promise mit dem NS4600 (Intel Tolapai EP80579 SoC) Erfahrungen in der x86-Welt gesammelt haben, stellt die Verwendung eines Intel Prozessors und der x86-Architektur bei Synology ein Novum dar. So kommt beim neuen Modell DS1010+, das das ältere DS509+ ablöst, eine Intel Atom D510 Dual-Core CPU mit 1,66 GHz zum Einsatz, die als Basis für hohe Datenübertragungsraten im Netzwerk dienen soll. Unterstützt wird die CPU von 1GB DDR2-800 RAM, der von experimentierfreudigen Anwendern bei Bedarf per 200 Pin SODIMM auf 3GB erweitert werden kann. Synology bietet zwar selbst ein zertifiziertes RAM-Modul an, aber andere Module von z.B. Kingston oder Transcend sollten gemäß den Erfahrungsberichten in diesem Thread im Synology-Forum ebenfalls anstandslos funktionieren. 

…und Detailverbesserungen

Im Vergleich zum Vorgängermodell kommt jedoch nicht nur eine andere CPU zum Einsatz, sondern es wurde auch die Optik des Geräts gründlich überarbeitet und auch sonst lassen sich seitens der Hardware Verbesserungen im Detail ausmachen. Gleich geblieben ist die Möglichkeit, die Speicherkapazität des NAS-Geräts durch die Anbindung einer Erweiterungseinheit zu vergrößern, die für das DS1010+ in Form des DX510 zur Verfügung steht. Das DX510 ist, vereinfacht ausgedrückt, ein Backplane in einem Gehäuse mit fünf Festplatteneinschüben, das einfach per eSATA mit dem NAS-Gerät verbunden wird. Doch zurück zum DS1010+, das wir auf den folgenden Seiten näher beschreiben.

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