Maximale Effizienz: Der 25 Watt Performance-PC im Eigenbau

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Wie wir bereits Ende 2008 berichteten, haben wir mit einem effizienten Netzteil, einem Low-End Motherboard und einem gewöhnlichen Core 2 Duo Prozessor eine System-Leerlaufleistung von weniger als 40 W erzielt. Zudem haben wir anhand unseres Testsystems bewiesen, dass ein Core 2-System eine ähnliche Leistungsaufnahme bietet wie eine Desktop-Lösung auf preiswerter Atom-Basis. Außerdem konnten wir noch zeigen, dass das Core 2-System hinsichtlich der Performance pro Watt besser abschneidet als die Atom-Lösung auf Desktop-Basis. Die Einführung der Core i5/i3 Clarkdale Dual-Cores mit dem H55/57-Chipsatz und der in den Prozessor integrierten Grafikeinheit repräsentiert den nächsten Schritt, da Systeme mit einer Leistungsaufnahme von 30 W und weniger mittlerweile für jeden machbar sind. Wir wollten diesen Wert sogar noch unterbieten und haben uns 25 W als Ziel gesetzt – allerdings ohne irgend etwas zu versprechen. Wem diese Lösung interessiert, kann sie selbstverständlich selbst nachbauen.

3,33 GHz, Vollausstattung – 25 W System-Leerlaufleistung.3,33 GHz, Vollausstattung – 25 W System-Leerlaufleistung.

Was kümmerts mich?

An dieser Stelle möchten wir klarstellen, dass keine absolute Notwendigkeit besteht, einen  Desktop-PC auf eine niedrigst mögliche Leistungsaufnahme zu trimmen. Hierbei handelt es sich lediglich um ein Unterfangen, das man auf Wunsch durchführen kann. Ein durchschnittlicher Desktop-PC nimmt zwischen 45 W und 60 W auf, sofern  das System auf durchschnittlichen Komponenten und einer onboard Grafikeinheit basiert. Sofern dann leistungsstarke Grafikkarten und leistungsfähigere Komponenten hinzukommen, liegen wir bei 80 W und mehr. In diesem Zusammenhang sind 50 W für einen modernen PC ohne eine dedizierte 3D-Grafikkarte absolut in Ordnung. Aber was spricht dagegen, sich mit der Systemleistung zu befassen, wenn das erstens nichts kostet und zweitens dafür weder die Performance noch Funktionen aufs Spiel gesetzt werden müssen?

Eine Systemleistungsaufnahme von 30 W statt 50 W führt auf Ihrer Stromrechnung zwar lediglich zu geringen Einsparungen, allerdings gibt es noch weitere Vorteile, die wir erwähnen sollten: Am wichtigsten ist sicherlich die Kühlung. Eine Systemleerlaufleistung von 30 W bedeutet, dass lediglich ein geringer Aufwand betrieben werden muss um die Wärme abzuleiten. Dies gilt sowohl für die Prozessorkühlung als auch die Kühlung des gesamten Systems. Ein weiterer direkter Vorteil ist das geringere Geräusch-Niveau, da die temperaturgesteuerten Lüfter weniger zu tun haben. Selbst passiv gekühlte Rechner sind damit durchaus in Reichweite – obwohl solche Systeme normalerweise etwas mehr kosten.

25-W PC-Leerlaufleistung

Eine systemweite Leerlaufleistung von 30 W ist mit dem Core 2 Duo möglich, sofern man ein Motherboard mit integrierter Grafikeinheit und ein leistungseffizientes Netzteil verwendet. Allerdings möchten wir ebenfalls darauf hinweisen, dass ein derartiges System aufgrund der onboard Grafik des G31-Chpisatzes lediglich eine Mainstream-Performance und nur grundlegende Funktionen bietet, die zum Zeitpunkt dieses Artikels bereits als veraltet gelten.

Das heutige Ziel einer Leerlaufleistung von 25 W ist durch die neuen Core i3/i5-Cores und den H55/H57-Chipsatz möglich – die Plattform bietet derzeit die beste Gesamtkapazität. Durch weitere Maßnahmen wie leichtes Undervolting oder der bedachten Auswahl von Komponenten könnten wir unser Ziel eventuell sogar noch niedriger ansetzen. Allerdings ist schon erstaunlich, dass eine derart niedrige Leerlaufleistung überhaupt möglich ist, ohne dabei die Geschwindigkeit des Systems oder diverse Funktionen aufs Spiel zu setzen. Selbstverständlich erreicht man damit keine Quad Core-Performance und auch die Leistung einer 3D-Grafikkarte bleibt unerreichbar, allerdings geht es hier um Mainstream-Komponenten, hohe Dual Core-Performance und erstklassige Funktionen. Werfen wir einen Blick auf kompromisslose Rechenleistung mit einer noch nie dagewesenen niedrigen Leistungsaufnahme.

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