Eine neue Festplatte für Windows 7?

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Normalerweise hören Anwender von Fortschritten im Storage-Segment hauptsächlich bei der Vorstellung bestimmter Flagship-Festplatten mit 500, 1000, 2000 GB sowie bei der Präsentation von Laufwerken mit hoher Umdrehungeschwindigkeit oder bei Low-Power-Modellen und so weiter. Allerdings ist jede neue Festplatten-Generation generell schneller als deren Vorgänger, wodurch sich Boot-Zeiten und die Dauer beim Starten von Anwendungen verkürzen. Dabei sollten wir auch nicht vergessen, dass es mittlerweile auch Windows 7 gibt und zahlreiche Anwender, die derzeit noch Windows XP nutzen, über ein Upgrade nachdenken. Weshalb also nicht beides miteinander kombinieren? Sofern man von Windows XP auf Windows 7 aufrüsten will, ist eine Reinstallation des Systems notwendig. Zudem könnte eine neue Festplatte dem neuen System etwas mehr Performance verschaffen. Wir haben uns einen älteren Computer vorgenommen und das installierte 500 GB-Laufwerk durch eine neue Hitachi Deskstar 7K2000 ersetzt.

Festplatten-Performance – Das sollten Sie wissen

Hier weitere Artikel zur Festplatten-Performance:

– A Look Into the Hard Drive’s Future
Überblick, Marktanteile, zukünftige Technologien

– Understanding Hard Drive Performance
Speicherdichte, Aufnahmetechnologie, Platter und Formfaktor, Zwischenspeicher

– Parallel Processing: Single, Dual, Quad Hard Drives
Vorteile von RAID-Performance

– Kapazität übertrifft Leistung: Dramatischer Trend bei Festplatten?
Fünf verschiedene Laufwerke zwischen 1991 und 2006 im Vergleich

– Schnellere Festplatten-Arrays durch Short-Stroking
Eine Performance-Analyse von Short Stroking, das den Aktivitätsradius der Köpfe und die Kapazität verringert, um dadurch die I/O-Performance zu verbessern.

Beim Kauf einer neuen Festplatte gibt es ein paar grundlegende Dinge, die Sie beachten sollten. Zunächst wären da ein paar allgemeine Festplatten-Eigenschaften, die auf alle Laufwerke zutreffen: Sie basieren auf einer oder mehreren sich drehenden Scheiben (Platter). Abnehmer (Heads), wie bei alten Schallplattenspielern, sind für das Lesen und Schreiben von Daten auf beiden Seiten jeder Platter zuständig. Zum Anschluss an den PC stehen unterschiedliche Schnittstellen zur Verfügung. Zudem nehmen auch Technologien wie ein Zwischenspeicher (Cache) und die Befehls-Reorganisation durch NCQ (Native Command Queuing) einen Einfluss auf die Performance. Das grundlegende Konzept hat sich mit der Zeit nicht verändert. Allerdings hat die Datendichte auf den magentischen Plattern in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Heutige Laufwerke mit hoher Kapazität bieten eine Gesamtkapazität von 2 TB, die über vier mechanische Platter verteilt sind.

Spielen wir also ein wenig mit den Parametern: Zugriffszeit und I/O-Performance hängen von der Agilität, Positionierungsgeschwindigkeit und Präzision der Heads ab. Allerdings spielt auch die Umdrehungsgeschwindigkeit eine Rolle, da die Wartezeit für erfragte Daten (auch als Rotationslatenz bekannt) bei höherer Umdrehungsgeschwindigkeit kürzer ist. Schnellere Geschwindigkeiten bedeuten zudem einen schnelleren sequentiellen Durchsatz, sie benötigen allerdings auch ein präziseres und robusteres Design der Festplatte. Höhere Geschwindigkeiten wirken sich allerdings auch negativ auf die Aufnahmedichte und damit zwangsläufig auf die Kapazität aus. Die Leistungsaufnahme hat sich in der Zwischenzeit zu einem zusätzlichen Schlüsselmaß entwickelt, da die Performance normalerweise in einem direktem Verhältnis zur Leistungsaufnahme steht. Mehr Leistung führt jedoch auch zu einer stärkeren Wärmeabgabe und bei hohen Geschwindigkeiten wird typischerwise auch mehr Lärm erzeugt.

Kurz zusammengefasst: Es ist durchaus sinnvoll, sich stets die neuesten Festplatten-Modelle zu kaufen: Diese bieten die höchste Aufnahmedichte, wodurch man  Daten auf möglichst wenig Plattern speichern kann. Eine geringere Komplexität bringt zudem auch weitere Vorteile wie zum Beispiel eine niedrigere Leistungsaufnahme mit sich. Nicht zuletzt bieten neue Laufwerke natürlich auch mit die höchste Performance.

Verschiedene Festplatten und ihr Effekt

In Wirklichkeit sind die Performance-Unterschiede zwischen den Festplatten-Generation nicht groß genug, um eine Aufrüstung rechtfertigen zu können. Allerdings sollte man auch noch weitere Aspekte bedenken. Wir haben einen drei Jahre alten Core 2 Duo Desktop-PC und ein ähnlich altes Hitachi Deskstar 7K500-Laufwerk benutzt. Letzteres galt 2006 noch als eines der besseren Produkte. Anschließend haben wir das ältere 500 GB-Modell mit der Deskstar 7K2000, dem neuesten Desktop-Laufwerk von Hitachi, ersetzt.

Sofern Ihr Laufwerk auch schon ein paar Jahre alt ist, kommen Sie bei einer neuen Festplatte in den Genuß der folgenden Vorteile:

–      Deutlich höhere Kapazität zu niedrigerem Preis

–      Höhere Performance

–      Niedrigere Leistungsaufnahme

–      Eventuell geringeres Geräusch-Niveau

Wir haben auf unserem Speicher-Testsystem das drei Jahre alte Hitachi-Laufwerk mit den neuesten Flagschiff-Modellen verglichen. Zudem haben wir uns dazu entschieden, die bestehende Windows XP Installation auf das neue Laufwerk zu kopieren was uns einen direkten Performance-Vergleich mit SYSmark 2007 erlaubt. Schließlich haben wir noch Windows 7 installiert und die gleichen Tests wiederholt.

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