HTPC mit gewissem Etwas: Drei Premium-Gehäuse im Vergleich

Bei unserem Test im Februar war auch das DH102 von Thermaltake mit dabei. Dieses Mal haben wir uns das neuere DH202 angesehen, das nun über einen integrierten Kartenleser verfügt. Wenn man versucht, die HTPC-Gehäuse auf der Webseite von Thermaltake ausfindig zu machen, sollte man unter Desktop-Gehäusen suchen, da es für HTPCs keine gesonderte Kategorie gibt.

Äußeres Erscheinungsbild und Geräuschniveau

Das DH202 von Thermaltake bietet zwar die geringsten Abmessungen, allerdings ist der Unterschied mit Ausnahme der Tiefe nicht wirklich von Belang. Die Füße sind eher mittig am Gehäuse angebracht, wodurch es möglich sein sollte, das DH202 in einem Turm aus Home Stereo-Geräten ganz oben aufzustellen, selbst wenn diese nicht ganz so tief sind. Die beiden anderen Geräte von Moneual und Zalman müssen wahrscheinlich weiter unten positioniert werden, sollte man vorhaben die Geräte zu stapeln.

Die Abdeckung an der Vorderseite sieht eher aus wie ein teures Home-Stereo-Gerät, obwohl auch das DH102 nicht gerade schlecht aussah. Das vollständig schwarze Erscheinungsbild ist unseres Erachtens nach einfach ansprechender, was letztendlich allerdings Geschmackssache ist. Alle Komponenten an der Vorderseite sehen qualitativ hochwertig aus und fassen sich auch so an und das Display befindet sich an der linken Vorderseite. Das I/O-Panel deckt wie auch schon beim DH102  die Audioanschlüsse, 1394a-Firewire und zwei USB-Ports ab. Allerdings bietet das Gehäuse mittlerweile auch einen Multi-Kartenleser. Alle Komponenten wurden in platzsparender Weise entwickelt und angebracht, damit man die geringen Abmessungen beibehalten konnte. Unserer Meinung nach ließ sich die Abdeckung an der Oberseite etwas zu schwer schließen, immerhin haben wir einige Zeit gebraucht um die drei Rändelschrauben anzuziehen.

Unsere Lautstärkemessungen ergaben 42 dB(A), was etwas über den Werten der beiden Kontrahenten liegt. Das lässt sich mit dem an der Vorderseite angebrachten  120-mm-Lüfter erklären. Sobald wir den ausgeschaltet haben, lagen die Werte um 4 dB niedriger. An dieser Stelle wollen wir darauf hinweisen, dass die beiden 60-mm-Lüfter an der Rückseite auch während des zweiten Testdurchlaufs liefen. Letztere werden auf der Webseite von Thermaltake als optional beschrieben, waren in unserem Testexemplar allerdings vorinstalliert. Alle sonstigen Teile verfügen über Belüftungsöffnungen.

Innenleben

Das Innere ist etwas kompakter als beim Modell von Moneual, was sich auf die geringeren Abmessungen zurückführen lässt. Wir stießen auf einen 5,25-Zoll-Laufwerksschacht, der sich für ein optisches Laufwerk verwenden lässt, sowie zwei interne 3,5-Zoll-Laufwerksschächte. In die vorderen Käfige lassen sich zwei Laufwerke installieren, während ein drittes in einem oben angebrachten Käfig installiert werden muss, der wiederum als Brücken-Element entwickelt wurde: Dieser muss entfernt werden, um das Motherboard ohne große Probleme installieren zu können. Dies klingt jedoch schwieriger als es ist.

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