Übertaktet: Core i5-750 im Leistungstest

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Das positive Feedback durch Online-Medien und Anwender bestätigt die erfolgreiche Produktvorstellung der neuen LGA 1156-Plattform von Intel. In unseren ersten Artikeln ging es um die Prozessor- und Plattform-Technologie sowie die Gaming-Performance. Jetzt wird es Zeit für die Übertaktungsfähigkeiten der neuen Plattform. Wie weit kann man gehen? Wie sieht es mit etwaigen Auswirkungen auf die Turbo Boost-Funktion aus? Wo befindet sich die Leistungsaufnahme bei stark beschleunigten Taktraten? Wir geben Antworten.

P55: Der nächste BX?

Dieser Begriff wird allzu gerne für die Charakterisierung eines neuen Chipsatzes oder einer neuen Plattform gebraucht bzw. missbraucht. Vor allem ist dies bei Produkten der Fall, die das Potential haben, einen neuen Standard zu setzen und damit eine gewisse Vorherrschaft über die direkte Konkurrenz ausüben – und das für eine längere Zeit als den sonst üblichen Lebenszyklus. In der Vergangenheit war der 440BX-Chipsatz, der den Pentium II zweiter Generation angetrieben hat, im Großen und Ganzen aufgrund seiner damals herausragenden Übertaktungsfähigkeiten und trotz vorhandener Chipsatz-Optionen am beliebtesten. Allerdings boten jene Alternativen zum 440BX trotz besserer technischer Daten auf den Papier in der Realität kaum echten Mehrwert. Der BX war damals schlichtweg der König und darauf verweisen Journalisten sinngemäß seitdem immer wieder.

Die Sache mit dem „nächsten BX“ war lange nicht so aktuell wie heute, da zahlreiche Anwender noch immer mit einem System mit Pentium 4, Pentium D, einem Athlon 64/X2 oder sogar Core 2-Systemen erster Generation arbeiten und durchaus eine Aufrüstung auf vier Kerne in Betracht ziehen – und womöglich gleich auch auf Windows 7. Der Core i5 ist ganz offensichtlich eine der besten Optionen; insbesondere für Anwender mit Übertaktungsplänen.

Es stellt sich also die Frage: Hat die P55-Plattform das Zeug, der nächste BX zu werden? Ja und nein. Einerseits dürfte Intel noch einige Jahre mit dem physischen Socket hinter LGA 1156 arbeiten, obwohl Pinout und die elektrischen Eigenschaften nur von begrenzter Dauer sein dürften. Von dem, was wir heute wissen, nehmen wir an, dass die Basis-Plattform bis ins Jahr 2011 aktuell bleiben dürfte. Dabei wird dieser Sockel sicherlich als Basis für alle 32-nm Prozessoren auf Westmere-Basis dienen – somit wäre man auf der sicheren Seite.

Allerdings dürften sich künftig noch ein paar Dinge ergeben, auf die eine P55-Plattform derzeit keine Antwort geben kann: USB 3.0 und SATA mit einer Bandbreite von 6 Gbit/s sind Schlüsseltechnologien im nächsten Jahr. Der gehobene SATA-Standard hat lediglich einen Einfluss auf schnelle Flash-SSDs und eSATA-Anwendungen, die mehrere Laufwerke durch einen eSATA-Link betreiben. Allerdings kommt man um USB 3.0 unserer Meinung nach zukünftig nicht herum, da die meisten externen Speichergeräte durch den USB 2.0-Flaschenhals heute auf ca. 30 MB/s limitiert sind.

Overclocking: Hohe Geschwindigkeiten mit Hindernissen

Für dieses Projekt haben wir das MSI-Motherboard P55-GD65 benutzt und konnten das Basismodell Core i5-750 auf ganze 4,3 GHz hochtreiben. Allerdings erreichten wir die höchsten Taktraten erst nach dem wenig sinnvollen Ausschalten diverser Prozessorfunktionen.

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