Intel X25-E auf Steroiden: 16 SSDs im Extrem-RAID

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Vor einigen Monaten hat uns die Agentur A&R Edelman, welche Samsung in den USA vertritt, über ein YouTube-Video informiert, welches 24 Samsung PB22-J Flash SSDs unterhaltsam in einem RAID-System in Aktion setzt. Ziel der Aktion: Maximale Storage-Performance. Die Macher haben hervorragende Arbeit geleistet und mit einer Adaptec Series 5 RAID-Karte sowie einem Areca 1680ix-Controller auf einem Intel Dual CPU Skulltrail-System etwas mehr als 2 GB/s aus den Flash SSDs herausgeholt. Klar ist: das kann man noch besser machen.

Wozu so viel Storage-Performance?

Das gesamte Projekt macht Sinn, wenn Sie das ganze als Versuchsballon betrachten und als längerfristigen Ausblick darauf verstehen, welches Potential in zukünftigen SSD-Produkten stecken kann. Das Werbe-Video von Samsung verdeutlicht auf nette Weise, welchen Einfluss ein extrem schnelles SSD-Array haben kann: Anwendungen werden in einem Bruchteil der bisher erforderlichen Zeit geladen und sämtliche Storage-bezogene Performance-Flaschenhälse sind praktisch nicht mehr vorhanden. Allerdings ist weiterhin klar, dass die Verwendung von 24 oder 16 Laufwerken, wie wir das gemacht haben, für einen Desktop-Rechner unpraktisch ist.

Auswahl der Laufwerke

Bei Servern sieht das Umfelt anders aus, so dass Systeme mit einer Vielzahl an Laufwerken tatsächlich oft notwendig sind: Immerhin ist hier ein Maximum an I/O-Operationen pro Sekunde für unternehmenskritische Anwendungen unerlässlich. Wir haben uns entschieden, nicht nur eine große Anzahl an Flash-SSDs einzusetzen, sondern wollten zudem die beste Flash-SSD verwenden, um die Durchsatzwerte von Samsung zu übertreffen und zudem entsprechend hohe I/O-Performance zu bieten.

Unsere Wahl fiel auf das X25-E Flash-SSD von Intel, das auf dem teureren SLC Flash-Speicher (Single Level Cell) basiert. Anders als beim Multi Level Cell (MLC) Flash von Samsung bietet SLC kurze Latenzen auch beim Schreiben und hohen Durchsatz sowohl für Lese- als auch fur Schreibvorgänge. Ein Nachteil bleibt allerdings: Während die PB22-J von Samsung eine Kapazität von üppigen 256 GB bietet, ist für die professionellen X25-E Flash-SSDs von Intel derzeit bei 64 GB noch Schluss. Der Unterschied hinsichtlich der Kapazität spielt bei unserem Kampf um bessere Performance keine Rolle, da gerade einmal 16 Intel Flash-SSDs ausgereicht haben, um die 24 Laufwerke aus dem Samsung-Video zu schlagen.

Los geht‘s!

Intel fand schnell Gefallen an unserer geplanten Antwort an Samsung und stellte uns für diesen Artikel sechzehn X25-E Flash-Laufwerke mit 64 GB zur Verfügung. In der Zwischenzeit hatten wir bei Adaptec zwecks Bereitstellung von zwei 5805 PCI Express RAID-Karten angefragt, da wir uns für ein Nested RAID-0-Array bestehend aus zwei RAID 0 Hardware RAID-Arrays entschieden hatten. Die beiden Hardware-RAIDs auf Basis der Adaptec-Controller boten die Basis für ein Software-RAID unter Windows.

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