Performance-Check: Windows 7 auf dem Netbook

Nicht ganz aktuell - Microsofts mitgelieferte Treiber.Nicht ganz aktuell – Microsofts mitgelieferte Treiber.Schaut man sich die Benchmarks an, gewinnt man den Eindruck, Windows 7 sei lahm, und seit Vista habe sich wenig geändert. Verlässt man sich nur auf die Benchmarks, sieht man aber auch nicht das ganze Bild: Subjektiv fühlt sich der Release Candidate recht flott an; Denkpausen wie bei Windows Vista bekommt man selbst mit nur 1 GB Arbeitsspeicher selten zu spüren. Im Gegensatz zu Vista ist Windows 7 durchaus für den Einsatz auch auf Netbook-Hardware geeignet. Leistung steht bei dieser Plattform sowieso nicht an erster Stelle. Mit besseren Treibern gibt es an dieser Stelle auch noch Verbesserungspotential.

Kritischer ist da schon die Batterielaufzeit zu sehen. Sie fällt selbst mit dem großen 59-Wh-Akku des Acer Aspire One D150 unter Windows 7 weit kürzer aus, als noch unter XP – dabei sollte ein neueres Betriebssystem theoretisch auch bessere Stromsparmechanismen bieten. Die bringen aber nichts, solange es nicht auch angepasste Treiber gibt, die sie nutzen können. Genau an denen scheint es aber derzeit noch zu hapern. Man kann nur hoffen, dass Intel nicht nur für die „renovierte“ Atom-Plattform auf Basis des GN40-Chipsatzes aktualisierte Treiber veröffentlichen wird, sondern auch den in die Jahre gekommen 945-Chipsatz mit neuen Versionen beglückt.

Unabhängig davon macht die Arbeit mit Windows 7 auf der Atom-Plattform deutlich mehr Spaß als mit Vista. Auch das überarbeitete User-Interface bringt etliche Neuerungen mit, von den Änderungen unter der Haube ganz zu schweigen. Was Funktionalität anbelangt, wird die neuere Windows-Version ohnehin über kurz oder lang die Nase vorn haben. Neue Technologien werden irgendwann auch nicht mehr per Patch, Hack oder Service Pack in Windows XP integriert werden, und für neue Hardware werden die Firmen ab einem bestimmten Punkt auch keine XP-Treiber mehr schreiben. Selbst Microsoft hat inzwischen den Mainstream-Support für dieses Betriebssystem eingestellt. Die Zukunft gehört also Windows 7. Bleibt zu hoffen, dass die Hardwarefirmen diese Einschätzung teilen und auch für ältere Komponenten passende Treiber liefern.

Wer sich den Release Candidate 1 einmal selbst anschauen möchte, kann ihn sich nach einer Registrierung kostenfrei direkt von Microsoft herunterladen. Von Versionen aus P2P-Netzwerken rät Tom’s Hardware dringend ab, da man sich so schnell einen Trojaner auf die Platte holen kann.

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