Nvidia GeForce GTX 275 Preview: Gut getimter Gegenschlag?

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Für diejenigen Leser, die es gerne sehen, wenn 31 Grafikkarten den Markt in 10-Euro-Schritten unter sich aufteilen, ist heute ein wirklich guter Tag. Denn heute geht nicht nur ATIs Radeon HD 4890 1 GB zum Preis von 249 US-Dollar an den Start. Auch Nvidia hat es sich nicht nehmen lassen, uns mit einer Neuvorstellung zu beglücken, und das zum gleichen Preis. Die GeForce GTX 275 reiht sich zwischen der GTX 285 und der GTX 260 Core 216 ein. Wie unsere Benchmarks zeigen, liegt kommt sie der GTX 285 streckenweise gefährlich nahe.

Es ist natürlich alles andere als ein Zufall, dass die beiden großen Grafikschmieden ihre beiden neuen Modelle am selben Tag vorstellen. Es ist auch nachvollziehbar, warum die Firmen so handeln. Auf der einen Seite haben wir ATI, deren HD 4850, 4870 und 4870 X2 letztes Jahr für Furore sorgten und den Markt aufmischten — nicht nur preislich. Das rote Team möchte beweisen, dass es diese Erfolgsserie fortsetzen kann und dass die überarbeitete RV790-Architektur heute so gut dasteht, wie der RV770-Chip vor 10 Monaten.

Auf der anderen Seite steht die Firma Nvidia, der die RV770-GPU gerade zu Anfang stark zu schaffen machte – bis man mit teils drastischen Preissenkungen reagierte, um besser mit den Produkten des Rivalen konkurrieren zu können. So scheint es, als sei das grüne Team dieses Mal bestrebt zu beweisen, dass man gleich von Beginn an ein Produkt anbieten kann, dass sowohl hohe Leistung als auch einen attraktiven Preis vorweisen kann.

Die Lücken werden gefüllt

Um sein Produktportfolio zu erweitern, hat Nvidia mit der GT200-Architektur bereits einmal eine GPU beschnitten, indem ein Thread Processing Cluster deaktiviert wurde. Das Ergebnis ist die GeForce GTX 260 Core 216. Dieser Karte liegt bereits in etwa auf dem Leistungsniveau einer Radeon HD 4870 1 GB. Ergo brauchte Nvidia etwas Anderes, Neueres – und noch Schnelleres.

Neben der GTX 280, die von der GTX 285 abgelöst wird, bleibt da eigentlich nur eine GTX 280 mit dem Backend eine GTX 260, also 28 ROPs und 896 MB GDDR3-Speicher mit einem 448-Bit-Speicherbus. Genau diese GPU kommt im Doppelpack auf Nvidias GeForce GTX 295 zum Einsatz. Das sieht nach einem brauchbaren Ansatz aus.

Dieses Mal hüllt sich Nvidia – was die Preisgestaltung anbelangt – in tiefstes Schweigen. Man befürchtet wohl, dass ATI noch vor dem offiziellen Launch mit Preisanpassungen reagieren könnte, wenn Preis- und Leistungsdaten der GeForce GTX 275 zu früh durchsickerten. Deshalb bleibt der Preis vorerst ein streng gehütetes Geheimnis. Für uns wird es dadurch aber auch schwieriger, eine klare Aussage zum Preisleistungsverhältnis zu machen.

Spekulationen und Gerüchte gibt es natürlich dennoch. Die besagen momentan, dass Nvidia die Karte für 249 US-Dollar verkaufen will – also zu genau dem Preis, den auch ATI für seine neue Radeon HD 4890 ansetzt. Die ersten Karten sollen in Europa schon kurz nach der Vorstellung in kleinen Mengen bei den Händlern zu finden sein. Ab dem 14. April rechnet man dann mit einer weltweiten Verfügbarkeit. Man wird die neuen Boards also wohl nicht direkt sofort bekommen können – oder nur mit viel Glück. ATI hat hingegen schon die ersten Chargen seiner Karten an Händler verschickt. Zuletzt bleibt noch anzumerken, dass die Treiber, die bei diesem Test zum Einsatz kamen, noch im Beta-Stadium sind. Sie sollen am 2. April auf Nvidias Seite veröffentlich werden, nach wie vor als Beta.

Aufgrund dieser drei Faktoren würden wir diesen Test am liebsten ein Preview nennen. Die Hardware ist zwar fertig und wird sich nicht mehr ändern, doch kann sich in anderen Punkten durchaus noch etwas tun, bis die GeForce GTX 275 im Handel erscheint – vor allem, wenn ATI und Nvidia herausfinden, was die jeweils andere Firma für ihr neues Produkt verlangen will und eine kleine Preisschlacht anzetteln.

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