WD Scorpio Blue: 500 GB HDDs für Mainstream-Notebooks

Der Festplatten-Markt scheint sich schneller zu drehen als die Laufwerke selbst, immerhin gibt es fast wöchentlich Neuigkeiten. Seagate und Hitachi haben mitgeteilt, dass man Ende diesen Jahres Flash SSDs auf den Markt bringen will. Fujitsu kündigte an, weiterhin Ultra320 SCSI unterstützen zu wollen, obwohl die eigene Zukunft längst nicht geklärt ist: WD gilt als möglicher Käufer. WD ist derweil der erste Hersteller, der es fertig gebracht hat, die erste Full-Standard 2,5-Zoll Notebook-Festplatte mit 500 GB auf den Markt zu bringen.

In der 500 GB-Liga gibt es kleine, aber feine Unterschiede

Aber weshalb ist eine 500 GB-Notebook-Festplatte überhaupt neu? Wenn man das Ganze unter dem Aspekt der Kapazität betrachtet, ist sie das nämlich nicht. Hitachi bietet die Travelstar 5K500 und Samsungs Portfolio umfasst die Spinpoint M6 (HM500LI) – beides sind Modelle im 2,5 Zoll-Format mit bis zu 500 GB. Hitachi hat sich Lob verdient, denn es war der erste Hersteller, der diese Kapazität auf den Markt gebracht hat; Samsung war wiederum der erste, der diese Kapazität innerhalb der Standardhöhe von 9,5 mm untergebracht hat. Allerdings haben beide Hersteller diese Kapazität auf Grundlage eines Designs mit drei Platter erreicht.

Während das Laufwerk von Hitachi auf 12,5 mm z-Höhe basiert, hat Samsung es fertiggebracht, die drei Platter in den standardmäßigen Höhe von 9,5 mm unterzubringen – ein Novum. Beide z-Höhen sind für mobile Festplatten im Format von 2,5 Zoll durchaus geläufig, allerdings ist die kleinere Größe für fast alle Notebook-Designs notwendig. 12,5-mm-Laufwerke finden Anwendung für andere Low-Power-Speicheranwendungen bzw. Systeme in kleinen Formfaktoren wie Set Top Boxen, Media-Player etc.

Weniger ist mehr

Es gibt einige Gründe, die die Umstellung von drei Platter auf lediglich zwei Platter so interessant machen. Erstens die Tatsache, dass die Kapazität pro Platter und damit die Speicherdichte zunimmt, was dazu führen könnte, dass auch der Durchsatz besser wird. Dieses, so viel sei gesagt, hat funktioniert. Zweitens hat die geringere Platter-Anzahl auch weniger bewegte Teile zur Folge, was unter Unständen positive Auswirkungen auf die Leistungsaufnahme und Langlebigkeit des Laufwerks haben dürfte.

Zuguterletzt ist WD in der Lage, den Sweet Spot von Festplatten von 160 GB auf 250 GB heraufzusetzen, da die Laufwerke, die lediglich eine einzelne Festplatte nutzen, normalerweise die preiswertesten Modelle sind, die System-Integratoren gern bevorzugen. Da WD größere Kapazitäten zu herkömmlichen Bedingungen bieten kann, könnte man darin durchaus einen Wettbewerbsvorteil sehen. Die neue Momentus 5400.6 von Seagate wird allerdings in wenigen Wochen folgen.

Ebenfalls interessant...